SEO – was ist das eigentlich?
Zuallererst: SEO steht für Search Engine Optimization, also für Suchmaschinenoptimierung. Dabei geht es darum, wie man es schafft, dass die Website bei entsprechenden Suchanfragen auch ganz oben in der Ergebnisliste steht. Warum steht bei dem Suchbegriff „Brot Ball“ die Marke eat the ball ganz oben? Und wie kommt Seitenbacher Natur-Sauerteig auf Platz 1, wenn man nach „Sauerteig kaufen“ sucht?

Die Antwort, so simpel wie naheliegend: Gute SEO-Arbeit. Wer die richtigen Regeln befolgt, kommt weiter nach oben. Und ein paar dieser Regeln haben wir hier für euch zusammengefasst.

Regel Nummer 1: Content is King, and the King likes Keywords!
Das wichtigste bei einer Homepage ist – nona – der Inhalt. Passt der zu dem, was die Seite dem User verspricht? Ist die Seite aktuell oder verstaubt sie in den digitalen Untiefen des Netzes? Ist die inhaltliche Verknüpfung zu den Metatexten gegeben? Im Text lassen sich jede Menge Keywords (also die Wörter, über die ihr bei der Suchmaschine auch gefunden werden wollt) verstecken. Aber deswegen sollte man keine ewig lange Textwurst produzieren, denn auch die gute Lesbarkeit und Relevanz für den User ist SEO-relevant. Welche Keywords das sind, kann man mithilfe von diversen Tools wie z.B. seorch.eu oder dem AdWords Keyword-Planer herausfinden. Auch bei Bildern kann man übrigens Keywords einbinden. Wie sind denn z.B. die Dateinamen der Bilder auf eurer Website?

Regel Nummer 2: Relevanz und Interaktion ist das neue Brot und Spiele!
Eine Suchmaschine achtet nicht nur darauf, ob eine Seite laut ihrer KI relevant ist, sondern auch, wie sich die User auf ihr verhalten. Bounce Rate und Verweildauer sind die Zauberwörter. Kommen User auf eure Website und verlassen sie gleich wieder, haben sie wohl nicht gefunden, was sie wollten. So steigt die Bounce Rate – und das ist eben schlecht. Bleiben sie jedoch lange auf der Seite und klicken sich durch verschiedene Unterseiten, sinkt die Bounce Rate und die Verweildauer steigt. Was macht also die Suchmaschine in so einem Fall? Sie stuft die Website als wichtiger ein und rankt sie weiter nach oben. Versucht also immer, die User-Perspektive einzunehmen: Ist das, was hier steht, relevant und hilft es dem Website-Besucher wirklich weiter? Zu empfehlen sind hier z.B. Videos, Hilfestellungen und Problemlösungen sowie natürlich spannende, fokussierte Headlines.

Regel Nummer 3: Interne Verlinkungen sind das A und O des SEO.
Suchmaschinen können Websites viel besser verarbeiten, wenn eine ordentliche Linkstruktur dahintersteckt. Deswegen gilt es, Unterseiten gut zu verlinken, doch dabei ist auch so manches zu beachten: Verlinkungen im Text sind stärker als Verlinkungen, die sich im Footer o.ä. verstecken. Außerdem ist es wichtig, die Seite mit dem Linktext zu verlinken, mit dem sie auch gefunden werden soll. Das macht es für die Suchmaschinen deutlicher. Spart also nicht mit Links – sie sind userfreundlich und bringen euch was!

Regel Nummer 4: Am Datenhighway gibts kein Speed Limit.
Bei einer Website ist es wie bei einem Sportwagen mit gesetzestolerantem Fahrer: Es gilt die Faustregel „Je schneller, desto besser“. Gerade bei Mobile (und ja, Mobile ist in den meisten Fällen sogar noch wichtiger als die Desktop-Version) sind die Menschen ungeduldig – und wenn eine Seite zu lange zum Laden braucht, dann gibt es ja noch andere. Wie erhöht man aber denn nun den Page Speed? Dazu gibt es ein paar wirksame Mittel, wie z.B. die HTTP-Requests zu verkürzen, serverseitiges Caching zu verwenden oder die Bildergrößen zu optimieren (ein tolles Gratis-Tool dafür ist u.a. tinypng – das läuft quasi von selbst und die Ladezeiten eurer Websites verbessern sich ohne großen Aufwand). Ob eure Website schnell genug ist, könnt ihr auf Google PageSpeed Insights herausfinden.

Regel Nummer 5: Mit Title-Tag und Meta-Tag wird’s ein guter Tag.
Title-Tags (Seitentitel) und Meta-Tags (Seitenbeschreibung) sind nicht nur gut für SEO, sondern helfen auch den Usern, sich zurechtzufinden und mit der Website besser zu interagieren (und das wiederum ist ja, wie weiter oben schon festgehalten, noch einmal gut für SEO). Title-Tags und Meta-Tags erscheinen in der Ergebnisdarstellung der Suchmaschinen. Sie bestimmen, welcher Text als Titel eurer Seite angezeigt wird und was darunter steht (diese zwei kurzen Zeilen). Hier muss auf einen Blick klar werden, worum es auf eurer Seite geht – und nur wenn das für den User interessant ist, wird er auch draufklicken. Ihr könnt das natürlich auch nicht machen, aber dann stöpselt sich die Suchmaschine selbst etwas zusammen. Und das ist meistens nicht so, wie man es gerne hätte.

Regel Nummer 6 (als Draufgabe): Gut SEO braucht Weile.
Wer heute all diese Regeln befolgt, wird morgen deswegen nicht auf Seite 1 bei Google sein. Erstens weil andere sich, was SEO angeht, ja auch schlau machen, und zweitens, weil solche Maßnahmen nicht von heute auf morgen anschlagen. Die Suchmaschinen mit all ihren Algorithmen brauchen Zeit, um die Änderungen zu verarbeiten. Deswegen: Geduld, es ist noch kein Suchergebnis-Spitzenplatz vom Himmel gefallen.

PS: Mehr Übersicht könnt ihr euch mit Google Search Console verschaffen. Das lässt euch die Website indexieren und hilft euch bei der Optimierung. Dafür haben wir euch auch ein Video herausgesucht.